Oder eher die «Suchmaschinen-Optimierer»?

Suchmaschinen sind dumm. Denkst du … Aber der Herr Google, der dahinter sitzt, ist nicht ganz so blöd, wie du meinst. Er ist auch nicht daran schuld, wenn deine Website in den hintersten Suchresultatregionen herumdümpelt. Du musst ihn halt bei seiner Arbeit unterstützen. Denn er kann einfach nicht alles alleine machen! Und wenn du das nicht tust: sälber tschuld!

Matt Cutts, einer der Suchmaschinenoptimierungsgurus bei Google, hat vor kurzem ein paar ganz entscheidende Sätze gesagt, die du dir unbedingt zu Gemüte führen (und beherzigen) müsstest. Er hat nämlich die fünf häufigsten Fehler aufgezählt, die er kennt (du wirst da und dort staunen, aber der gute Mann wird es ja wissen!)

1. Der grösste Fehler ist es, keine Website zu haben oder eine Website zu haben, die von den Google-Crawlern nicht gelesen werden kann.
«Haha», sagst du, «der grösste Fehler ist es, keine Website zu haben … Logisch!» Aber überlege einfach nochmal ein paar Sekunden weiter: Eine Website, die von den Google-Robots mangels lesbaren Inhalts nicht indexiert werden kann, ist genau dasselbe wie gar keine Website. Alle Texte als Grafik, alles schön in Flash programmiert – so etwas kommt leider immer noch erstaunlich häufig vor. Sieht schön aus, aber ist für Google nun einfach mal unbrauchbar. Und damit als Website praktisch nicht existent. Punkt.

2. Die falschen Worte auf der richtigen Seite.
Google wird – und dafür sorgen die gescheiten Leute, die sich dort Suchalgorithmen ausdenken – dem ganz normalen User immer ähnlicher. Stell dir doch jetzt einfach vor, was die Leute suchen – und wie sie ihre Frage formulieren. Du verkaufst also die dicksten Velopneus der Welt. Wenn du jetzt irgendwo schreibst: «Die Dicke der Fahrradreifen wird determiniert durch die Distanz zwischen den beiden Flanken …», und irgendwo im Text (oder im Shop) listest du dann die verschiedenen Dicken auf: Naja. Da sagt Matt Cutts mit Recht: «Die Leute geben einfache Suchanfragen ein! Und genau die müssen sich auf deiner Seite finden.» Zusammen mit der Antwort natürlich! Also nicht das mit der determinierten Flankendistanz. Sondern: «Welches sind die dicksten Fahrradreifen der Welt?» So, und jetzt kannst du den Leutchen auch gleich sagen, welche es sind. Und wie viel sie kosten.

3. Denk nicht nach über «Linkbuilding». Denk nach über überzeugenden Content und Marketing.
Gäll, hä, jetzt hat man dir doch immer eingebläut, Google zähle Backlinks und erstelle fast ganz allein daraus die Rangliste! Pech gehabt …
Natürlich achtet Google immer noch auf Backlinks. Doch es geht dabei nicht so sehr um Quantität als viel mehr um Qualität. Links von Seiten also, die thematisch mit deiner zu tun haben und die als wichtig und relevant betrachtet werden. Aber ganz zuoberst steht bei den neuen Algorithmen nun halt einfach mal der Content. Und wenn du den so schreibst, wie ihn deine Kunden am liebsten lesen, wenn du mit einer fehlerfreien Sprache relevante Inhalte transportierst, dann hast du auch bei Google ganz sicher einen ziemlich grossen Stein im Brett.

Macht Google Fehler?
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4. Vergiss nicht: Deine wichtigen Seiten haben einen Titel und brauchen eine Beschreibung.
Title Tag und Description Tag sind nicht nur auf der Startseite von Belang, sondern auf allen Seiten, auf denen du Wichtiges mitzuteilen hast. «Okay», sagst du, «nichts Neues, auf den Seitentitel schaue ich schon.» Aber ist der auch wirklich relevant? Hat er etwas mit dem Seiteninhalt zu tun? Und ist er liebevoll getextet? Falls nicht, solltest du tatsächlich darüber nachdenken. Dasselbe gilt für die Beschreibung: Die braucht es schlicht für jede wichtige Seite. Und nicht nur für die Homepage. Überlege genau, wie du den Inhalt auf 144 Zeichen zusammenfassen kannst. Und dabei auch noch ein paar deiner wichtigen Stichworte einbaust. Das bisschen Arbeit lohnt sich!

5. Wer die Webmaster-Ressourcen von Google nicht nutzt, sich nicht schlau darüber macht, wie Google funktioniert und worum es bei SEO heute geht, ist selber schuld.
Google stellt dir jede Menge gutes Material und wichtige Tools zur Verfügung. Zum Beispiel eine verständliche Einführung in die Suchmaschinenoptimierung. Besucher-Analysetools wie Google Analytics. Beigenweise gute Tipps und Hilfen in der Webmaster-Zentrale. Und so weiter und so fort. «Jaja, die wollen mich einfach ein bisschen manipulieren und mir am Ende viele, viele bunte AdWords-Kampagnen verkaufen!» Natürlich möchten sie das. Aber auch wenn du das nicht willst, kannst du ja einmal nachschauen, was dir Google so bietet. Denn eines ist sicher: Es gibt Zillionen Leute, die behaupten, ganz genau zu wissen, wie man Google überlisten könne. Da gehst du doch lieber gleich bei Google selber vorbei. Dort wird man genau wissen, wie ihre Suchmaschine funktioniert. Auch wenn man es nicht im Detail offenlegt. Mach dich selber schlau. Es wird dich und deine Website wesentlich weiterbringen. Viel Spass!

Macht Google Fehler?

Sandro Bertschinger

Er fand Computer relative lange nicht so spannend. Ein Amiga 500 als "Game-Machine" war der Höhepunkt. Als das Internet aufkam und man entsprechend "coole" Webseiten machen konnte, kam das Thema Computer schon eher in den Mittelpunkt. Per Zufall kreuzte dann 2001 eine Internetfirma seinen Weg.

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