Was macht der ganz normale Internet-User, der von überall her auf seine Bilder, Daten, Texte und Mails zugreifen will? Richtig: Er schickt sie in die Wolke. Er hängt also seine ganzen Bits und Bytes irgendwo in den Himmel, und ein geheimnisvolles Programm sorgt dafür, dass – sobald er sein Passwort eingegeben hat – eine Art digitales Schmetterlingsnetz in Aktion tritt, angetrieben von einem geheimnisvollen Programm, um ihm genau das wieder vom Himmel zu holen, was er dort oben parkiert hat.

Wie das genau funktioniert? Tja, man hält sein Smartphone oder sein iPad in die Luft, es versendet alle Daten irgendwohin oder filtert dann irgendwie die ganzen digitalen Schwebestoffe wieder über WLAN oder über das Telefonnetz aus der Luft – und wooosh: Schon ist alles wieder da …

Die Wolke auf der Erde
Praktisch, diese Wolkentechnik, nicht? Und unglaublich sicher! Denn da kommt doch niemand dran, der dein Passwort nicht kennt! So was von denkste! Vor vielen Jahren hat der deutsche Dichter Waldemar Bonsels (richtig, der Erfinder der Biene Maja) gesagt: «Die Wolken gehören zur Erde, nicht zum Himmel.» Und er hatte Recht, schon damals. Unsere Daten, Informationen, Kontoauszüge, Liebesbrief-Entwürfe und Bilder der Freundin im knappen Bikini fliegen zwar unsichtbar für das menschliche Auge via GPRS, LTE oder Wi-Fi durch die Troposphäre. Aber nicht besonders weit. Denn das zuverlässigste Transportmittel ist immer noch das Kabel, in das es durch einen Router oder irgendein anderes antennenbewährtes Kästchen eingespeist wird. Und da beginnt das Unglück. Beziehungsweise der Weg zur Wolke, die zur Erde gehört. Genauer gesagt: zu den irdischen Datenspeichern, zu denen die Geheimdienste, Polizeibehörden und staatlich sanktionierte Wirtschaftsspione dieser Welt fast unbeschränkten Zutritt haben.

Daten in der Cloud - Sicher ist nur die Unsicherheit
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Das eifrige Personal des Daten-Alcatraz
Die Dokumente und Daten, die in die Wolke geschickt werden, werden also via Draht und Glasfasern direkt in die USA geschickt und handfest auf riesigen, aber ansonsten ganz gewöhnlichen Servern gespeichert. Diese Server stehen in Räumen, die ähnlich gut gesichert sind wie in den guten alten Zeiten das Gefängnis von Alcatraz. Ein Bild, das auch sonst gar nicht so schlecht passt: Während die Gefangenen (also die Daten) hermetisch von der Aussenwelt abgeschottet sind und auch die Angehörigen (also die Besitzer der Daten) nur nach mehrmaliger Prüfung Zutritt erhalten, kann sich das staatliche Personal dort frei bewegen. Es darf bei jedem Gespräch zuhören und mitschreiben, Briefe und Päckchen öffnen und kopieren und über alle Insassen ein Dossier führen, in dem fein säuberlich alles festgehalten ist – Privates, Politisches, Geschäftliches. Und alles, was für irgendjemand interessant sein könnte, an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Bei Amazon, Dropbox, Google oder Microsoft Skydrive und Konsorten abgelegte Daten mögen zwar verschlüsselt gespeichert werden. Aber den Schlüssel hast nicht etwa du in deiner Hosentasche. Sondern die Wächter! Und so greifen der amerikanische und befreundete Geheimdienste Daten fröhlich dort ab, wo sie hereinkommen, also an der Leitung, oder dort, wo sie liegen, also auf dem Server – und lassen dich im guten Glauben, deine Bilder, Pläne und Texte seien sicher vor anderen.

Die National Security Agency der USA als Welt-Verunsicherungsagentur
Du fragst dich, was an dir denn so interessant sein könnte für ausländische Geheimdienste? Wenn man das wüsste … Aber man darf damit rechnen, dass Nutzerprofile nach ungewöhnlichen Kontakten und bestimmten Wörtern gescannt werden, die für die Terrorabwehr (und vielleicht auch für die Versorgung der eigenen Industrie mit wichtigen Informationen) interessant sein könnten. Das Verrückte an dieser Praxis: In Staaten wie Amerika ist sie völlig legal! Und eigentlich wird auch gar kein grosses Geheimnis daraus gemacht. Es geschieht ja alles im Interesse der nationalen Sicherheit …

Was also tun?
Ganz einfach: Am besten verschickst du deine Mails über einen Schweizer Anbieter, der hier auch seine eigenen Server betreibt. Und lagerst du deine Daten dort, wo sie vor den Männern mit den langen Mänteln und dunkeln Sonnenbrillen beziehungsweise den zigtausend eifrigen Schnüfflern im Dienst ausländischer (und auch inländischer) Gwundernasen sicher sind. Nämlich auf wirklich gut gesicherten Servern in unserem Land. Hier sind sie sicher vor unbefugtem Zugriff – und sie werden nicht nur durch dicke Mauern, sondern auch durch unsere Gesetze geschützt.

Du siehst: Ein Schweizer Webhosting Provider wie Hostpoint hat mehr unschätzbare Vorteile, als man denken könnte!

Daten in der Cloud: Sicher ist nur die Unsicherheit.

Sandro Bertschinger

Er fand Computer relative lange nicht so spannend. Ein Amiga 500 als "Game-Machine" war der Höhepunkt. Als das Internet aufkam und man entsprechend "coole" Webseiten machen konnte, kam das Thema Computer schon eher in den Mittelpunkt. Per Zufall kreuzte dann 2001 eine Internetfirma seinen Weg.

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