Wenn du mit Google «die perfekte Webseite» suchst, erhältst du Millionen von Treffern. Offenbar glauben viele zu wissen, wie sie aussieht, die perfekte Website. Aber keiner kann sie dir zeigen. Warum? Weil es sie trotz der unzähligen Suchergebnisse nicht gibt. Zum einen, weil Design Geschmackssache und jede Diskussion über Geschmack sinnlos ist. Zum anderen, weil sich die Internettechnologien manchmal so schnell entwickeln, dass heute schon überholt ist, was gestern noch der letzte Schrei war.

Einige wertvolle Tipps für deine Website
Trotzdem gibt es einige wenige Prinzipien, die gute von weniger guten Internetauftritten unterscheiden. Sie gelten seit Jahren und werden wohl auch noch in vielen Jahren gelten. Unabhängig von Geschmack, Trends oder Technologien.

Auf der Suche nach der perfekten Webseite
shadow

  • Wer deine Website besucht, will etwas finden. Je schneller, desto besser. Überleg dir eine sinnvolle und zielorientierte Struktur. Daraus leitest du die Navigation ab.
  • Die Navigation muss klar sein. Höchstens sieben Punkte im Hauptmenü. Zu viel Kreativität verwirrt. Wir suchen die Navigation links oder oben, weil wir von links oben nach rechts unten lesen. Verwende Begriffe, die etabliert oder verständlich sind.
  • Auf der Startseite stehen alle wichtigen Informationen. Erklär deinen Besuchern kurz und bündig, was sie auf deiner Website finden und warum es sich für sie lohnt, deine Seite genauer anzuschauen. Die Startseite ist wie das Schaufenster in einem Laden.
  • Im Internet lesen wir anders. Wir scannen. Deshalb solltest du die Texte strukturieren: Titel, Einführung, kurze Absätze mit kurzen Sätzen, Zwischentitel und Aufzählungen. Wichtige Stichworte hebst du fett hervor.
  • Verwende eine serifenlose Systemschrift wie Arial, Helvetica oder Verdana. Schriften ohne Schnörkel lesen sich auf dem Bildschirm leichter.
  • Bilder sind wichtig, wenn sie zum Text passen. Zum Beispiel Produktbilder, Grafiken, die einen Ablauf erklären, oder Porträts der Mitarbeitenden. Nur Text ist langweilig, zu viele Bilder lenken vom Inhalt ab. Ausser, die Bilder sind der Inhalt.
  • Je mehr Seiten deine Website hat, desto sinnvoller ist eine Suchfunktion. Mit Google findest du sicher den passenden HTML-Code oder ein Widget für dein CMS.
  • Ein Kontaktformular kann, muss aber nicht sein. Doch deine Kontaktinformationen gehören mindestens auf die Startseite, am besten auf jede Seite – du willst ja, dass die Leute anrufen oder eine E-Mail schreiben, oder?

Hast du noch andere Tipps für Form, Inhalt oder Aufbau von Webseiten, die du teilen willst? Schreib sie bitte in das Kommentarfeld, damit alle profitieren können. Vielen Dank!

Übrigens: Mit Sites gestaltest und programmierst du professionelle Webseiten in null Komma nichts. Und das, ohne ein dickes Handbuch lesen zu müssen…

Buchtipp
Modernes Webdesign: Gestaltungsprinzipien, Webstandards, Praxis
von Manuela Hoffmann
Galileo Design, 430 Seiten
ISBN 978-3836217965

Auf der Suche nach der perfekten Webseite

Thomas Brühwiler

Tom Brühwiler ist bei Hostpoint Head of Communication und zudem verantwortlich für die Aktivitäten im Social-Media-Bereich. Er tippte schon als Jugendlicher auf einem Commodore 64 und schrieb seitenweise Basic-Code aus Heften ab. Meist aber nur, um danach festzustellen, dass sich im Zeichensalat ein Fehler eingeschlichen hat – und das Programm gar nicht läuft. Trotzdem kann er sich heute ein Leben ohne Computer nicht mehr vorstellen.

0