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Vorsicht vor dubiosen Domain-Angeboten

Date  24. Januar 2012

Derzeit erhalten in der Schweiz viele Domaininhaber Briefe einer dubiosen US-amerikanischen Firma namens „Domain Renewal Group“. Darin wird mitgeteilt, dass der Domain-Registrierungsvertrag in Kürze ausläuft und die Registrierung bei der Firma erneuert werden müsse. Im Schreiben (siehe unten) wird der Eindruck erweckt, dass der Kunde schnell handeln muss, um seinen Domainnamen nicht zu verlieren.

Domain Renewal Group
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Nicht bezahlen
Auch Kunden von Hostpoint haben solche Schreiben erhalten und wir raten dringend von der Bezahlung solcher dubiosen Rechnungen ab. Sofern Sie ihre Domains über Hostpoint registriert haben, werden die Laufzeiten der Domains automatisch verlängert bzw. erhalten Sie direkt von Hostpoint eine entsprechende Rechnung. Wird der Zahlungsaufforderung der „Domain Renewal Group“ nämlich gefolgt, stimmen sie gleichzeitig einem sogenannten Providerwechsel („Registrar Transfer“) zu und die amerikanische Firma wird versuchen, ihre Domain zu übernehmen. Allerdings: Ohne das aktive Zutun des Domain-Inhabers funktioniert das nicht, denn via Hostpoint registrierte Domains sind gegen unerwünschte Transfers gesperrt („Domain Lock“).

Vorsicht vor dubiosen Domain-Angeboten
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Seit mehr als zehn Jahren aktiv
Die „Domain Renewal Group“ ist keine Unbekannte. Unter verschiedenen Namen wie „Domain Registry of Europe“, „Domain Registry of Canada“ und „Domain Registry of America“ (DROA) ist die dubiose Firma seit mehr als zehn Jahren auf Beutezug durch die öffentlichen Whois-Register, wo die Domaininhaber und deren Adressen öffentlich aufgeführt sind (müssen). Bereits im Jahr 2001 warnte das staatliche Competition Bureau von Kanada vor den Machenschaften der Firma und 2002 reichte der US-Provider Register.com eine Klage ein. Im Streit mit der amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) musste DROA dann im September 2003 einwilligen, einen Teil der kassierten Gebühren wieder an die Kunden auszuzahlen.

Doch trotz des massiven Drucks ist die Firma nach wie vor mit der selben Masche unterwegs, wie auch der Eintrag „Domain Name Scams“ in der englischsprachigen Wikipedia zeigt.





Autor

Thomas Brühwiler
Thomas Brühwiler
Tom Brühwiler ist bei Hostpoint Head of Communication und zudem verantwortlich für die Aktivitäten im Social-Media-Bereich. Er tippte schon als Jugendlicher auf einem Commodore 64 und schrieb seitenweise Basic-Code aus Heften ab. Meist aber nur, um danach festzustellen, dass sich im Zeichensalat ein Fehler eingeschlichen hat – und das Programm gar nicht läuft. Trotzdem kann er sich heute ein Leben ohne Computer nicht mehr vorstellen.




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