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Vorsicht vor dubiosen Domain-Angeboten

Derzeit erhalten in der Schweiz viele Domaininhaber Briefe einer dubiosen US-amerikanischen Firma namens “Domain Renewal Group”. Darin wird mitgeteilt, dass der Domain-Registrierungsvertrag in Kürze ausläuft und die Registrierung bei der Firma erneuert werden müsse.

Im Schreiben (siehe unten) wird der Eindruck erweckt, dass der Kunde schnell handeln muss, um seinen Domainnamen nicht zu verlieren.

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Nicht bezahlen

Auch Kunden von Hostpoint haben solche Schreiben erhalten und wir raten dringend von der Bezahlung solcher dubiosen Rechnungen ab. Sofern Sie ihre Domains über Hostpoint registriert haben, werden die Laufzeiten der Domains automatisch verlängert bzw. erhalten Sie direkt von Hostpoint eine entsprechende Rechnung. Wird der Zahlungsaufforderung der “Domain Renewal Group” nämlich gefolgt, stimmen sie gleichzeitig einem sogenannten Providerwechsel (“Registrar Transfer”) zu und die amerikanische Firma wird versuchen, ihre Domain zu übernehmen. Allerdings: Ohne das aktive Zutun des Domain-Inhabers funktioniert das nicht, denn via Hostpoint registrierte Domains sind gegen unerwünschte Transfers gesperrt (“Domain Lock”).

Seit mehr als zehn Jahren aktiv

Die “Domain Renewal Group” ist keine Unbekannte. Unter verschiedenen Namen wie “Domain Registry of Europe”, “Domain Registry of Canada” und “Domain Registry of America” (DROA) ist die dubiose Firma seit mehr als zehn Jahren auf Beutezug durch die öffentlichen Whois-Register, wo die Domaininhaber und deren Adressen öffentlich aufgeführt sind (müssen). Bereits im Jahr 2001 warnte das staatliche Competition Bureau von Kanada vor den Machenschaften der Firma und 2002 reichte der US-Provider Register.com eine Klage ein. Im Streit mit der amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) musste DROA dann im September 2003 einwilligen, einen Teil der kassierten Gebühren wieder an die Kunden auszuzahlen.

Doch trotz des massiven Drucks ist die Firma nach wie vor mit der selben Masche unterwegs, wie auch der Eintrag “Domain Name Scams” in der englischsprachigen Wikipedia zeigt.

9 Kommentare

  1. Dan 24. Januar 2012 Reply

    Ich krieg geschäftlich (wir haben auch Asiatische Domains gelöst) öfters die Anfrage eines Registrars, dass jemand Fremder eine “company”.com.cn oder “company”.asia sozusagen uns wegschnappen will. Da wir diesen Firmennamen tragen, hätten wir das Vorzugsrecht, die Domain bei ihnen zu reservieren.

    Dass dies bloss ein Bauernfängertrick ist, zeigt die Tatsache, dass seit 3 Jahren tatsächlich keine der Domains registriert wurde und wir halbjährlich das selbe Email immer wieder kriegen.

  2. Marton Pal 24. Januar 2012 Reply

    Es gehört auch etwas gesunder Menschenverstand dazu, dass man so Briefe nicht unterschreibt und etwas überlegt, bei wem man die Domain registriert hat, und von wem solche Erinnerungen kommen sollten… Aber leider handeln viele einfach ohne zu Überlegen, schade…

  3. Andreas Hobi 25. Januar 2012 Reply

    Gleich mal geschaut, ob denn mein Blog gegen eine solche Domain-Übernahme geschützt wäre. Glücklicherweise ist er es! :)

  4. Norbert 6. Februar 2012 Reply

    Das gab es vor einiger Zeit schon mal. Im Zweifelsfall einfach den eigenen Webhoster kontaktieren und niemals etwas an solche Firmen zahlen. Die rechnen immer mit einem “Unwissenden” auf 1000 e-mails und verdienen dann noch ganz gut damit. Geld von denen dann zurückzubekommen ist praktisch nicht möglich.

  5. Ad 14. Mai 2012 Reply

    Habe auch gerade einen solchen Brief erhalten. Es muss sich wohl lohnen, die Portokosten und den Versand vom Ausland her auf sich zu nehmen.

    Miese Säcke!

  6. Michael 4. September 2012 Reply

    Genau diesen Brief hab ich auch erhalten, gut hab ich auf euren Blog geschaut, dann kann ich ihn getrost wegwerfen und auf die echte Rechnung warten.

  7. Schwedenhaus 23. März 2013 Reply

    Bei mir sind bisher “nur” ähnlich gelagerte Briefe vom “Deutschen Register gewerblicher Veröffentlichungen”, “Gewerbe und Industrieregister-Zentrale” und vom “GVD Gewerbeverzeichnis Deutschland, Handelsregisterveröffentlichungen” in den Briefkasten geflattert. Die Briefe sehen sehr “amtlich” und fast “echt” aus. Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen auf diese Masche rein fallen und brav zahlen. Bei mir sind diese Schreiben allesamt im Mülleimer gelandet.

  8. Christoph Jakob 4. Oktober 2013 Reply

    Vielen Dank für den Blog. Super info und super zusammenfassung. So weiss ich gleich woran ich bin. Ich werde den das Antwort Couvert leer und ohne Briefmarke wieder einwerfen um zusätzlie Portokosten und strafporto zu generieren!

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