Control Panels, mit denen man Webserver auf einfachste Art und Weise verwalten kann, gibt es wie Sand am Meer; weit verbreitet sind zum Beispiel: Plesk und cPanel. Als Hostpoint vor bald 10 Jahren gegründet wurde, setzten wir auf das damals führende Hosting Control Panel cPanel. Zu diesem Zeitpunkt bot cPanel mit Abstand die meisten Features an und avancierte schnell zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren in der Entwicklung von Hostpoint.

Nicht skalierbar – Wachstum erschwert
Mit dem darauffolgenden rasanten Wachstum von Hostpoint klopften aber auch schon bald die ersten Probleme an unsere Türe: cPanel ist eine sogenannte pro-Server-Lösung, d.h., auf jedem Server laufen alle Hosting-relevanten Services, also ein Apache-Webserver, ein MySQL-Server, ein Mailserver sowie die dazugehörigen Spam- und Virenscanner. Dies hat zur Folge, dass im schlechtesten Falle einzelne Services die Ressourcen des Servers total auslasten können. So kann es vorkommen, dass bei einer Spam-Attacke auch die Websites der Kunden nicht mehr angezeigt werden können, weil der Spam-Scanner sämtliche Ressourcen des Servers aufbraucht und so die Funktionalität des Webservers behindert. Zusätzlich erschwerend wurde die Wartung der stetig und vor allem schnell wachsenden Serverinfrastruktur. Ein cPanel-Update dauert oftmals ein paar Stunden! Kommt es noch zu unerwarteten Problemen während des Update-Vorganges, vergrössert sich die Ausfallzeit um ein Vielfaches. Eine bessere Lösung musste her!

2005: Beginn Ablösung von cPanel
Zuerst versuchten wir das cPanel so weit an unsere Vorstellungen anzupassen, wie es nur ging. Dadurch wurde der Wartungsaufwand aber mit der Zeit nur noch umständlicher, und bald einmal standen wir vor der Entscheidung, unsere Hosting-Verwaltungssoftware selbst zu entwickeln. Dadurch wären wir in der Lage, alles genau so aufzubauen, wie wir es uns vorstellen. Der Startschuss zu diesem entscheidenden Projekt fiel im Jahre 2005. Damals spalteten wir als Erstes den gesamten E-Mail-Service vom cPanel ab. In der Vorbereitung zu diesem wichtigen Schritt ersetzten wir die E-Mail-Verwaltung im cPanel durch unsere selbst entwickelte E-Mail-Verwaltung. Als wir diesen ersten Schritt erfolgreich abschliessen konnten, waren wir uns darüber im Klaren, dass nun noch viel mehr Arbeit auf uns warten würde. Schritt für Schritt ersetzten wir sämtliche Services mit unseren eigenen technischen Vorstellungen und Konzepten und entwickelten gleichzeitig eine völlig neue Verwaltungsoberfläche. Auf unserer selbst entwickelten Hosting-Plattform sind unter anderem sämtliche Services voneinander abgetrennt und können sich so nicht gegenseitig die Ressourcen streitig machen. Einer der Hauptkritikpunkte am cPanel wurde also eliminiert. Ende 2007 war es dann endlich so weit, und wir migrierten die letzten Kunden auf unser eigenes Hosting Control Panel. Ab diesem Zeitpunkt bezahlten wir keine Lizenzgebühren mehr an cPanel.

Flexibilität und die weiteren Vorteile einer Eigenentwicklung
Nun ja, ich nehme an, dass die meisten von Ihnen schon ihre Erfahrungen mit unserem Hostpoint Control Panel gemacht haben. Was für Vorteile bringt uns diese Eigenentwicklung?

Klar auf der Hand liegt natürlich, dass wir uns mit unserer ausgereiften Eigenentwicklung vom mehrheitlichen Einheitsbrei der Konkurrenz abheben können. Oftmals ist dort das eher langweilig anmutende, aber sehr funktionale und weit verbreitete Plesk im Einsatz. Etwas mehr Spielraum in Bezug auf die grafische Gestaltung bietet cPanel, weshalb es oftmals nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass das Hostpoint Control Panel bestens auf unsere technische Infrastruktur angepasst und nur für diesen Zweck entwickelt wurde. So können wir ein optimales Zusammenspiel von Servern und Control Panel garantieren.

Aus Kundensicht von Vorteil ist bestimmt aber auch, dass wir Spezialaktionen, wie zum Beispiel die Google-AdWords-Kampagne, oder auch die Support-Call-back-Funktion (für Kunden mit Gold- und Platinum-Support) direkt und einfach in unser Control Panel integrieren können. So ist und bleibt das Hostpoint Control Panel die wichtigste Anlauf- und Kontaktstelle für unsere Kunden.

Wieso Hostpoint ein selbstentwickeltes CP einsetzt
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Nebenbei entstehen auch individualisierte (Spezial-) Lösungen: So bieten wir als offizieller Hosting-Partner der Migros Klubschule allen Kursteilnehmern der Migros Klubschule ein spezielles Hosting-Einsteiger-Packet an. Von diesem Angebot können auch interessierte Neukunden profitieren: Mit unserem Promotion Hosting-Packet können Interessierte ein abgespecktes Hosting drei Monate lang kostenlos testen. Falls sich der Testkunde für ein reguläres Hosting-Produkt entscheidet, werden seine Website-Daten direkt übernommen, ohne dass für ihn ein zusätzlicher Aufwand entsteht.

Kundenwünsche werden berücksichtigt
Einer der grössten Vorteile eines selbst entwickelten Control Panels ist aus meiner Sicht aber ganz klar, dass wir wesentlich flexibler auf Kundenwünsche eingehen können. Wir versuchen möglichst alle Kundenwünsche und Feedbacks zu berücksichtigen und, sofern der Input sinnvoll und machbar ist, auch gleich umzusetzen. Aus diesem Grunde führen wir fast im Wochenrhythmus kleine Änderungen und Verbesserungen an unserem Control Panel durch. Ab und zu kommen auch kleinere und grössere Features hinzu, so zum Beispiel das E-Mail-Login-Panel, mit dem sich jede E-Mail-Adresse selber verwalten lässt. In Zukunft werde ich versuchen, über solche Änderungen hier im Blog zu berichten, so dass Sie immer auf dem neusten Stand sind.

Am offensichtlichsten ist diese Flexibilität wohl aber bei den sogenannten One-Click-Apps, also Applikationen wie Typo3, Joomla, WordPress usw., die Sie mit nur einem Klick über Ihr Hostpoint Control Panel auf einfachste Art und Weise für Ihre Website installieren können. Sobald ein Update für eine der von uns angebotenen Applikationen verfügbar ist, finden Sie es auch bereits in unserem Panel vor. In den allermeisten Fällen sind wir da unserer Konkurrenz um (Zeit-) Längen voraus, da diese jeweils zuerst auf eine Aktualisierung des Control-Panel-Herstellers warten muss (was sehr lange dauern kann). Und falls wir mal ein Applikations-Update noch nicht bemerkt haben sollten, können Sie uns gerne über den Support kontaktieren. Meistens stellen wir dann das gewünschte Update innerhalb weniger Stunden zur Verfügung.

Was bringt die Zukunft?
Selbstverständlich ist eine solche Eigenentwicklung nicht ganz billig: Hostpoint investiert seit Jahren beträchtliche Ressourcen in die Entwicklung der eigenen Hosting-Plattform. Diese Aufwendungen sind aber gut investiertes Geld und ein zentraler Punkt in der Strategie von Hostpoint. Doch nicht nur Geld spielt eine Rolle, sondern es ist ebenso wichtig, talentierte Mitarbeiter in der Entwicklung zu beschäftigen. Momentan stocken wir unser Softwareentwicklungsteam gerade auf und sind auf der Suche nach zwei motivierten Software-Entwicklern. Denn wir wollen ja nicht stehen bleiben und sind seit längerer Zeit daran, eine neue, innovative Version unserer Hosting-Plattform zu entwickeln. Bis diese aber das Licht der Welt erblickt, werden noch viele Monate ins Land ziehen.

Konstruktive Kritik oder Wünsche sowie Fragen zum Hostpoint Control Panel sind jederzeit herzlich willkommen.

Wieso Hostpoint ein selbstentwickeltes CP einsetzt

Elias Witter

Elias Witter ist bei Hostpoint verantwortlich für die Entwicklung und erster Ansprechspartner wenns um neue Features fürs Control Panel geht. Er bezeichnet sich als “Digital Native“, wuchs er doch schon mit Computern auf und könnte heute auf die mobilen Kommunikations-Möglichkeiten kaum mehr verzichten. Auf seinem allerersten Rechner, einem Wang Writer, konnte man allerdings nur Texte verarbeiten und Tabellen-Kalkulationen durchführen. Bei seinen ersten Gehversuchen in der Software-Entwicklung programmierte er einfache Spiele in BASIC. In den frühen Internet-Jahren erstellte er später mit HTML rudimentäre und mit vielen Bildern bestückte Webseiten.

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